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Alltagshilfen in Kitas – ein gescheitertes Modell

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage „Fachkräfteoffensive im Bereich der Kindertagesförderung“ (Drs.: 7/6258) erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Noch immer bestehen bei den in Kindertageseinrichtungen eingesetzten Alltagshilfen zahlreiche Informationslücken. Genaue Angaben zu ihrer Zahl liegen der Landesregierung noch immer nicht vor. Gegebene Auskünfte der Landkreise und kreisfreien Städte deuten auf ein eher geringes Interesse hin.

Kenntnisse gibt es bislang über 220 Alltagshelferinnen und -helfer, die in Kitas des Landes eingesetzt sind. Von insgesamt 1054 Einrichtungen nehmen demnach lediglich rund ein Fünftel dieses aus dem MV-Schutzfonds finanzierte Angebot in Anspruch. Ein Erfolgsmodell sieht anders aus – wir haben es eher mit einem gescheiterten Modell zu tun.

Offenbar mit dem Ziel, die angespannte Lage bei den Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas zu übertünchen, will die Landesregierung dieses Modell verstetigen. Das ist inakzeptabel. Vielmehr muss das Land den Fokus wesentlich stärker auf die Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte legen. Nur ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher werden den erforderlichen pädagogischen Ansprüchen gerecht. Und es ist unredlich, davon auszugehen, dass im Kita-Alltag pädagogische und nichtpädagogischen Aufgaben und Tätigkeiten strikt getrennt werden. Es wird definitiv Überschneidungen geben – und das geht im Zweifel zulasten der Kinder.“