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Breites gesellschaftliches Bündnis im Kampf gegen Armut erforderlich

Nach Ansicht der sozialpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Irene Müller, bestätigt der heute veröffentlichte Armutsatlas des Paritätischen Gesamtverbandes erneut den unmittelbaren Zusammenhang von Hartz IV und Armut. Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung, Minijobs, Leiharbeit und Niedrigstlöhne seien direkte Ursachen für Armut von Familien, unter der besonders die Kinder zu leiden hätten.

Die Probleme, Sorgen und Nöte von Familien, die in Armut leben müssen, die sozialen Ursachen und Wirkungen müssten endlich ernst genommen werden und einen entsprechenden Stellenwert in der Politik erhalten. "Armut grenzt aus, macht krank und gefährdet den sozialen Frieden. Deshalb brauchen wir ein breites gesellschaftliches Bündnis, einen Pakt gegen Armut", betonte Frau Müller. Nur in einem gesellschaftlichen Klima, das Armut nicht als selbst verschuldetes Schicksal abstempelt, könnten nachhaltige Konzepte entwickelt werden, Armut wirksam zu bekämpfen.

Aus Sicht der Linksfraktion sind insbesondere Einkommen erforderlich, von denen die Menschen in Würde leben können. "Deshalb muss endlich ein Existenz sichernder Mindestlohn gesetzlich verankert werden", so Frau Müller. "Und so lange Hartz IV als Armut per Gesetz nicht überwunden ist, müssen die Regelsätze für Kinder, Jugendliche und Erwachsene so angehoben werden, dass sie dem tatsächlichen Bedarf entsprechen."