Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Bürgerbeauftragter hat Recht: Qualität in der Kindertagesförderung verbessern!

Zur Halbjahresbilanz des Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Der Bürgerbeauftragte stellt fest, dass die Qualität in der Kindertagesförderung verbessert werden muss. Vor allem die Qualität der Betreuung bei Personalausfall bereite den Eltern Sorgen. Damit zeigt sich, das nicht nur die Fachkraft-Kind-Relation, sondern auch der Personalschlüssel in der Kindertagesförderung angehoben, und dieser vor allem gesetzlich verankert werden muss. Die geplante Elternbeitragsfreiheit in der Kindertagesförderung ist schön und gut, jedoch darf dabei die Qualität der Betreuung nicht vergessen werden. In der öffentlichen Anhörung zum neuen KiföG ist dieser Punkt noch einmal sehr deutlich geworden. Nach der Sommerpause wird der Landtag das neue KiföG in zweiter Lesung beraten. Hier muss dann noch einmal über die Verankerung eines landesweiten Mindestpersonalschlüssels im Gesetz gesprochen werden. Die Halbzeitbilanz des Bürgerbeauftragten sollte diesbezüglich der Augenöffner zur richtigen Zeit sein. Aus ,kostenlos‘ darf nicht ,wertlos‘ werden!“

Hintergrund:

Neben der im KiföG festgeschriebenen Fachkraft-Kind-Relation (Betreuungsschlüssel), die regelt, wie viele Kinder eine Fachkraft durchschnittlich zu betreuen hat, stellt der Personalschlüssel den zweiten wichtigen Faktor zur Personalbemessung in der Kindestagesförderung da. Der Personalschlüssel gibt an, wie viel Vollzeitäquivalente Personal eine Kita benötigt, um die gesetzlich festgeschriebene Fachkraft-Kind-Relation in Berücksichtigung auf Abwesenheitszeiten, wie Urlaub, Krankheit, Fort- und Weiterbildung sowie die mittelbare pädagogische Arbeit und die vereinbarten Betreuungszeiten umzusetzen. Sie werden von den Landkreisen und kreisfreien Städten in kommunalen Satzungen festgelegt und basieren auf einem Schreiben des Landesjugendamtes aus dem Jahre 1996, ohne in der Zwischenzeit ausreichend angepasst worden zu sein.