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Die Bugwelle nicht besetzter Lehrerstellen wird immer größer

Zur Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage auf Drs. 7/3681erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Im zurückliegenden Schuljahr konnten mehr als 200 Stellen von Lehrkräften nicht besetzt werden. Das ist maßgeblich das Ergebnis des zögerlichen Umgangs der Landesregierung mit dem Lehrkräftemangel. Im Ergebnis schiebt das Bildungsministerium eine Bugwelle unbesetzter Stellen vor sich her. Zugleich steigen die Schülerzahlen und die Anzahl der Lehrkräfte, die in den Ruhestand gehen und ersetzt werden müssen. Das ist eine äußerst besorgniserregende Gemengelage.

Zu lange hat die ehemalige Bildungsministerin bei diesem Thema den Kopf in den Sand gesteckt und noch zu Beginn des vergangenen Schuljahres den Lehrkräftemangel geleugnet. Ausbaden müssen es nun die Kolleginnen und Kollegen, die die fehlenden Lehrkräfte mit Mehrarbeit kompensieren müssen. Ausbaden müssen es die Schülerinnen und Schüler, die mit Unterrichtsausfall und Stillbeschäftigung statt Unterricht leben müssen.

Bildungsministerin Bettina Martin steht hier vor einer Mammutaufgabe. Es müssen jetzt unverzüglich Verbesserungen in der Lehramtsausbildung sowie bei den Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte eingeführt werden, um kurz- und mittelfristig ausgebildete Lehrkräfte gewinnen zu können. Sonst wird die Bugwelle weiter ansteigen und irgendwann nicht mehr zu bewältigen sein.“