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Exzellenzinitiative – Elitenförderung zulasten des Ostens

Zu der Freitag vorgestellten Förderentscheidung zur Exzellenzinitiative des Bundes erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Karsten Kolbe:

„Deutschland geht mit großen Schritten in Richtung Zwei-Klassen-Hochschulen. Auf der eine Seite die großen Namen mit viel Renommee, die finanziell und personell gut aufgestellt sind. Auf der anderen die Hochschulen in bevölkerungsarmen Flächenländern wie M-V. Erstere erhalten mit der Exzellenzinitiative die Möglichkeit, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Zweitere büßen dadurch weiter an Attraktivität ein.

Der elitäre Förderansatz der Exzellenzinitiative übersieht dabei jedoch, dass auch an den nicht-exzellenten Standorten Akademiker*innen ausgebildet werden – und deren Ausbildungsqualität spielt bei der Mittelvergabe keine Rolle.

Die Qualität und Förderwürdigkeit einer Hochschule sollte sich nicht nur an Forschungsprojekten bemessen, sondern auch an ihrer Qualität als Ort der Ausbildung. Ohne diese Würdigung von akademischer Kärrnerarbeit werden gerade die Hochschulen in Ostdeutschland weiter verlieren und laufen Gefahr, zur Resterampe der deutschen Hochschullandschaft zu werden.

Um dem zu begegnen brauchen wir ausfinanzierte Hochschulen und kein Ausspielen der Standorte untereinander. Das Ziel muss sein, den Bund noch stärker als bisher in die Hochschulfinanzierung einzubinden. Allerdings nicht mit elitären Aushängeschildern, sondern einer breiteren Basisförderung.