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Rentenpaket ist ungenügend – Ungerechtigkeiten bleiben

Zu dem heute im Bundestag beschlossenen Rentenpaket  erklärt der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin: 

„Das heute bei 48 Prozent festgeschriebene Rentenniveau reicht keineswegs, um vor Armut im Alter zu schützen. Damit ein über 45 Jahre vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer eine Rente über dem Grundsicherungsniveau erhält, muss er mindestens einen Stundenlohn von über 12 Euro erhalten. Das ist in M-V vielfach nicht der Fall. Das erklärt auch, warum sich in unserem Land der Anteil der von Armut bedrohten Rentnerinnen und Rentner von 18,6 Prozent im Jahr 2013 auf 19,1 Prozent im Jahr 2015 erhöht hat. Für die folgenden Jahre liegen noch keine Zahlen vor. Es ist aber zu befürchten, dass der Anteil noch weiter angewachsen ist und wächst.

Das heute verabschiedete Rentenpaket ist auch ungenügend, weil die Ungerechtigkeiten im Rentenrecht nicht beseitigt werden. Warum wurde die Chance nicht genutzt, Mütter bei den Kindererziehungszeiten endlich gleichzustellen? Wer ein Kind vor 1992 geboren hat, soll dafür ab 2019 2,5 Rentenpunkte erhalten. Das ist mehr als die jetzigen 2 Punkte. Aber wer ein Kind nach 1992 zur Welt gebracht hat, erhält dafür 3 Rentenpunkte.

Auch der entwürdigende Gang zum Sozialamt wird armen Müttern nicht erspart, denn bei ihnen wird diese Rente von der Grundsicherung abgezogen.

 

Diese und andere Benachteiligungen bei der gesetzlichen Rente will die Linksfraktion im November auch im Landtag diskutieren. Wir fordern, dass die Landesregierung ihre Möglichkeiten in den Bundesgremien nutzt, um die Ungerechtigkeiten im Rentenrecht zu beseitigen.“

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