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Schlamperei im Bildungsministerium?

Auf den Bericht des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Praxisumsetzung und den Stand des Mittelabflusses im Hinblick auf die Anpassung der „Richtlinie zur Gewährung von Zuschüssen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen zu den Kosten der Unterbringung sowie zu Fahrtkosten bei notwendiger auswärtiger Unterkunft“ erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Unverändert gehen fast 99 Prozent der über 33000 Auszubildenden im Land leer aus. Sie sind von den Fahrtkostenzuschüssen ausgeschlossen und müssen die Fahrten zu ihren Ausbildungsplätzen und zur Berufsschule selbst tragen.

Hinzu kommt, dass am Ende des Schuljahre ein Drittel der 733 gestellten Anträge noch nicht einmal beschieden sind. Das ist ein Skandal und grenzt an Schlamperei!

Dass die von SPD und CDU gefeierte Anpassung der Richtlinie ein Schuss in den Ofen ist, war absehbar. Selbst wenn man den Annahmen der Landesregierung Glauben schenken kann, wonach letztendlich 545 Anträge für das Schuljahr 2018/2019 positiv beschieden werden sollen, entspricht das lediglich den Zahlen aus dem Schuljahr 2016/2017. Von einer Verbesserung keine Spur.

Angesichts der ständig steigenden Zahl von Fachklassen und des Rückzugs der Beruflichen Schulen aus der Fläche darf nicht weiter an einer untauglichen Richtlinie sinnlos herumgedoktert werden.

Erforderlich ist eine Regelung, die alle Jugendlichen in der Erstausbildung unterstützt und es möglich macht, dass sie kostenfrei zur örtlich zuständigen Berufsschule, zu Landesfachklassen oder zu überregionalen Fachklassen fahren können. Deshalb fordern wir die sofortige Einführung eines Azubi-Tickets für jede und jeden Auszubildenden.“