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Und wieder wird das Pferd von hinten aufgezäumt

Zur Ländervereinbarung der Kultusministerkonferenz über die gemeinsame Grundstruktur des Schulwesens und die gesamtstaatliche Verantwortung der Länder in zentralen bildungspolitischen Fragen erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Es ist schier unglaublich, wie hier das Pferd erneut von hinten aufgezäumt wird. Ab dem Jahr 2023 werden bundesweit einheitliche Aufgabenpools für die Abiturprüfungen eingeführt. Die einheitlichen Prüfungsaufgaben sollen Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit bringen.

Bevor ein solcher Aufgabenpool eingeführt wird, müssen aber doch erst einmal die Voraussetzungen für einheitliche und vergleichbare Prüfungen geschaffen werden. Gegenwärtig ist im deutschen Bildungssystem kaum etwas vergleichbar. Wir haben unterschiedliche Rahmenpläne in den Ländern, unterschiedliche Maßstäbe der Bewertung von Leistungen und unterschiedliche Stundenzahlen der Fächer pro Woche. Verlässlich und vergleichbar sind allenfalls der bundesweit herrschende Lehrermangel und der Unterrichtsausfall.

Selbstverständlich ist es richtig, dass wir mehr Einheitlichkeit an den Schulen benötigen, um vergleichbare Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Aber dafür brauchen wir zunächst die gleiche Anzahl von Unterrichtsstunden in allen Fächern und keine Kontingentstundentafel. Wir brauchen die gleichen Stunden für Grund- und Leistungskurse in allen Bundesländern, die gleichen Unterrichtsfächer und vergleichbare und vor allem auskömmliche Bildungsausgaben in den Ländern.“