Zukunftskonferenz Kita: Strategien für die frühkindlichen Bildung beraten 

Zur heutigen „Zukunftskonferenz Kita“ in Stralsund erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler

 „Zur ‚Zukunftskonferenz Kita‘ hatten die GEW Mecklenburg-Vorpommern und der Kita-Landeselternrat ins Ozeaneum Stralsund eingeladen. Mehr als 150 Teilnehmende, darunter Fachkräfte, Eltern, Trägervertreter:innen, Kommunalpolitiker:innen sowie Wissenschaftler:innen, kamen zusammen, um die aktuellen Herausforderungen der Kindertagesförderung im Land zu beraten undgemeinsame Lösungen zu entwickeln.

In Workshops wurden zentrale Aspekte der Kita-Zukunft beleuchtet. So ging es beispielsweise um den Umgang mit rückläufigen Kinderzahlen, insbesondere um die Frage, ob sinkende Geburtenraten als Chance für kleinere Gruppen und eine bessere pädagogische Arbeit genutzt werden können. Zugleich muss verhindert werden, dass Einrichtungen geschlossen oder Fachkräfte entlassen werden. 

Die Ergebnisse der Konferenz mündeten in der Stralsunder Erklärung. Darin wird deutlich: Kleinere Gruppen und eine verlässliche personelle Ausstattung sind unverzichtbar, damit Kinder individuell gefördert werden können und Fachkräfte dauerhaft gesund im Beruf bleiben. Kinderrechte auf Beteiligung, Mitbestimmung und eine kindgerechte Umgebung sollen verbindlich in den Alltag jeder Kita integriert werden. Zudem braucht es sozialräumliche Konzepte und eine solide Finanzierung, um auch in ländlichen Regionen gleiche Chancen zu gewährleisten. 

Auch die aktuelle Bertelsmann-Studie und Belastungsuntersuchungenverweisen darauf, dass die Arbeitsbedingungen in Kitas entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Systems sind. M-V hat dafür bereits eine gute Grundlage geschaffen. Mit einem Fachkräfteanteil von über 95 Prozent liegt das Land im bundesweiten Vergleich an der Spitze. Der Anteil der Kindheitspädagog:innen mit Hochschulabschluss hat sich seit 2014 nahezu verdreifacht, und auch die Zahl der Heilerzieher:innen steigt kontinuierlich. Damit wächst die Vielfalt der Professionen, die in multiprofessionellen Teams die pädagogische Arbeit bereichern. Dieses hohe Qualifikationsniveau ist ein wichtiger Standortvorteil.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass es keine einfachen Antworten gibt, wohl aber den klaren Willen, die Betreuungssituation in Mecklenburg-Vorpommern konstruktiv zu verbessern. In den Arbeitsgruppen wurden wertvolle Ideen entwickelt, wie das Land mit den Herausforderungen von Demografie, Finanzierung und Qualität umgehen kann. Die Linksfraktion nimmt die Impulse der Konferenz auf, um sie im politischen Raum zu diskutieren, um am Ende weitere konkrete Verbesserungen für Kinder, Eltern und Fachkräfte zu erzielen.“