Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Bericht zum Leipziger Bundesparteitag vom 08.-10. Juni 2018

An diesem Wochenende tagte zum ersten Mal der 6. Parteitag der LINKEN in Leipzig. Der Parteitag wurde geprägt von der Forderung „Gemeinsam mehr werden. Gerechtigkeit ist machbar.“ Und so stand die Tagung auch ganz im Zeichen von den uns bevorstehenden Wahlen in diesem und im kommenden Jahr. Mecklenburg-Vorpommern war mit über 30 Delegierten gut vertreten. Um sich auf das Kommende gut vorbereiten zu können, wurde am Sonnabend und Sonntag ein neuer Parteivorstand gewählt. Katja Kipping und Bernd Rixinger wurden für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Um die beiden Vorsitzenden bei ihrer Arbeit zu unterstützen, wählte der Parteitag diesmal sechs Stellvertreterinnen und Stellvertreter statt der üblichen vier. Eine von ihnen ist die Fraktionsvorsitzende im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Simone Oldenburg. Sie wird unseren Landesverband in der Bundespartei gut vertreten. In Zukunft wird Jörg Schindler die Geschäfte im Karl-Liebknecht-Haus führen und Harald Wolf wird die Finanzen der Partei verwalten. Ergänzt wird der Vorstand von weiteren 34 Vorstandsmitgliedern, welche insgesamt die Pluralität unserer Partei sehr gut widerspiegeln. Alle Kandidatinnen und Kandidaten für den Vorstand sind sehr kompetent, weshalb die Wahlen auch nicht leicht gewesen sind. Es wurde aber nicht nur gewählt. Die anwesenden Genossinnen und Genossen beschäftigten sich auch mit den aktuellen politischen Themen, wie dem Pflegenotstand, der weltpolitischen Lage, die Situation der Geflüchteten und der Umweltpolitik. Das vorherrschende Thema war allerdings der Rechtsruck in der Gesellschaft, in Deutschland, Europa und weltweit. Die Partei DIE LINKE. hat die Aufgabe, diesem etwas entgegenzusetzen. Für die beiden Genossen von der Insel Rügen war dies der erste Bundesparteitag und sie haben viele Eindrücke gewinnen können, welche sie kurz schildern:

 

Julius Salomon: „Ich fahre vollgepackt mit vielen Erfahrungen und positiven wie negativen Eindrücken nach Hause. Die Debatten waren sehr interessant und hitzig, man hat echt gemerkt, dass der Bundesparteitag als Ventil galt, der den ganzen Druck einmal abgelassen hat.“

 

Kevin Zenker: „Als "einfacher" Delegierter aus dem ländlichen MV fühle ich mich mitunter wenig repräsentiert durch die gewählten Vorstände. Der Antifaschismus und -rassismus sind (richtigerweise) Kernposition der Linken - aber das müssen wir uns nicht gegenseitig versichern, nur eben leben. Was ich sagen will - die meisten Debatten auf dem BPT gehen nahezu völlig an der Kommunalpolitik und Fragen der ländlichen Räume vorbei. Ideologisch gefestigte Reden braucht es meiner Meinung nach nicht.“

Bei den Debatten auf dem Parteitag wurde deutlich, wie unterschiedlich die Standpunkte der Genossinnen und Genossen bei den verschiedenen Themen sind und wie wichtig es ist, den Austausch untereinander weiter voranzutreiben. Denn nur so kann sich die Partei weiterentwickeln und in Bewegung bleiben. Es ist also noch einiges zu tun. Packen wir es an!