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Geplante Erhöhung der Jugendförderung nur Alibi

Zur geplanten (Alibi-) Erhöhung der Jugendförderung in Mecklenburg-Vorpommern erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt:

„Die geplante Erhöhung der Jugendförderung ist ein längst überfälliger Schritt. Leider fällt sie mit nur 1,32 EURO pro Kopf und Jahr so mager aus, dass sich an der Gesamtsituation im Land nicht viel ändern wird. Die Linksfraktion fordert seit Jahren eine Verdopplung der Jugendförderung von 5,11 EURO auf 10,22 EURO pro Kopf und Jahr.

Die Träger sind nicht auskömmlich finanziert, um vor allem in strukturschwachen Regionen alle Jugendlichen mit ihren Angeboten zu erreichen. An dieser Unterfinanzierung werden auch die zusätzlichen 1,32 EURO nichts ändern. Zudem ist überhaupt nicht klar, ob überhaupt mehr Geld bei den Trägern ankommt. Natürlich begrüßen wir die Absenkung des  Mindestförderalters auf 6 Jahre, können aber die Absenkung des Höchstförderalters auf 21 Jahre absolut nicht nachvollziehen. Zum einen zählt gerade die Altersgruppe von 21 bis 26 nicht selten zu einer besonderen Problemklientel, zum anderen ist es gut möglich, dass mit der neuen Altersregelung insgesamt weniger Kinder und Jugendliche gefördert werden und damit weniger Geld ausgereicht wird. Die groß angekündigte Erhöhung von 1,32  EURO ist damit mehr Alibi  als von praktischem Nutzen. Es wird immer wieder deutlich, dass es nach wie vor an einer konkreten Gesamtstrategie zur Absicherung der Kinder- und Jugendarbeit im Land fehlt.“