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Linke fordert eine transparente Unterrichtsversorgung

Zur derzeitigen Praxis der Vergabe von Unterrichtsstunden an die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen durch das Bildungsministerium erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„In den vergangenen Jahren wurden den Schulen des Landes - trotz steigender Schülerzahlen - weniger Unterrichtsstunden zugewiesen. Erhielt eine Grundschule in Greifswald im Schuljahr 2013/2014 für 266 Schülerinnen und Schüler noch 357 Stunden zugewiesen, waren es für das Schuljahr 2017/2018 nur noch 333 Stunden obwohl sich die Schülerzahl auf 316 erhöht hat. Einer Regionalen Schule in Loitz standen 2013/2014 für 180 Schülerinnen und Schüler noch 345 Unterrichtsstunden zur Verfügung – im Schuljahr 2017/2018 mussten sich dort 207 Schülerinnen und Schüler mit lediglich 343 Stunden zufrieden geben.

Diese ungeheuerlichen Sparmaßnahmen auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler ist nur möglich, weil das Bildungsministerium die schülerbezogene Stundenzuweisung zwischenzeitlich kassiert hat. Früher gab es für die Schule je Schüler eine exakt berechnete Anzahl von Stunden. Nunmehr geht es bei der Stundenzuweisung zu wie auf dem Basar.

Hinzu kommt, dass tausende Unterrichtsstunden vorab beim Bildungsministerium verbleiben, denn ein Prozent aller Unterrichtsstunden behält das Ministerium. So können die Schulleitungen nicht solide planen.

Wir fordern die unverzügliche Rückkehr zu einer transparenten und schülerbezogenen Stundenzuweisung, damit die Schulen wieder eine Planungsgrundlage haben und das Land nicht weiter still und heimlich zu Lasten der Schülerinnen und Schüler sparen kann.“