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Linkfraktion fordert Machtwort von Schwesig: Wenn nichts dagegen spricht, dann weg mit Schulgeld!

Bezugnehmend auf die Berichterstattung des Nordmagazins vom gestrigen Abend zur Forderung der Schulgeldfreiheit für Therapeut*innen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Wenn alle norddeutschen Bundesländer inzwischen das Schulgeld für die nichtakademischen Gesundheitsfachberufe, also für Ergotherapeut*innen, Masseur*innen, Bademeister*innen, Diätassistent*innen, Logopäd*innen und Podolog*innen, abgeschafft haben und – wie Minister Glawe im Interview einräumt – nichts dagegen spricht, auch in Mecklenburg-Vorpommern die Schulgeldfreiheit herzustellen, dann ist es verantwortungslos, dies nicht zu tun.

Die Schulgeldpflicht für die Ausbildung an Privatschulen im Land aufrecht zu erhalten, stellt nicht nur einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Ländern dar, die die Schulgeldfreiheit bereits hergestellt haben, sondern auch eine enorme finanzielle Belastung für die Auszubildenden, die sich verschulden müssen, um ihren Traumberuf in Mecklenburg-Vorpommern erlernen zu können. Und es ist ja nicht nur das Schulgeld, das anfällt und 9.000 Euro oder mehr betragen kann. Hinzu kommen ja auch noch die Lebenshaltungskosten.

Die Untätigkeit der Landesregierung passt weder zum selbstgesetzten Ziel, Gesundheitsland Nummer 1 werden zu wollen, noch zum einsetzenden Fachkräftemangel in diesem Bereich. Der Behandlungsbedarf steigt, die Zahl der Schüler*innen und Absolvent*innen sinkt. Freie Stellen bleiben in M-V 133 Tage unbesetzt, was 15 Tage über dem Bundesdurchschnitt liegt. 

Falls es wieder einmal nur um die Streitigkeiten zwischen einzelnen Ministerien der Landesregierung geht, dann fordere ich die Ministerpräsidentin auf, von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch zu machen und ein Machtwort im Interesse der Schüler*innen, der Patient*innen und des Landes zu sprechen. Bis der Bund sich entschieden und klare Regelungen getroffen hat, können wir nicht warten, andere Länder machen es uns vor und hängen Mecklenburg-Vorpommern ab. Die mögliche Ausrede mit den Kosten, die dem Land entstehen, kann an dieser Stelle nicht als belastbares Argument gelten.“